Handy Test


Die Suche nach dem „Wow“-Effekt In der Welt der High-End-Smartphones ist der jährliche Veröffentlichungszyklus ein zweischneidiges Schwert. Hersteller versprechen mit jeder Generation eine Revolution, liefern in der Praxis jedoch oft nur behutsame Evolutionen. Das Google Pixel 11 Pro XL tritt an, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, präsentiert sich jedoch als ein Gerät voller Widersprüche. Auf den ersten Blick wirkt das Design gereift und so „clean“ wie nie zuvor: Google hat die unschönen regulatorischen Symbole wie die EU-Mülltonne von der Rückseite auf den Rahmen verbannt – ein Detail, das Ästheten freuen wird. Der Kontrast zwischen dem neuen, glänzenden Rahmen aus Raumfahrt-Aluminium, dem glänzenden Google-Logo und der matten Glasrückseite verleiht dem Gerät eine erstklassige Haptik. Doch unter dieser polierten Oberfläche verbergen sich Entscheidungen, die teils überraschen und teils die strategische Konsistenz von Google infrage stellen. Der RAM-Rückschlag: Warum weniger manchmal einfach weniger ist Die wohl kontroverseste Entscheidung betrifft das Herzstück der Performance: den Arbeitsspeicher. Während das Pixel 10 Pro XL noch mit 16 GB RAM glänzte, wurde die Basisvariante des Pixel 11 Pro XL auf 12 GB reduziert. Besonders pikant: Google selbst argumentierte in der Vergangenheit, dass 16 GB unerlässlich seien, um die hauseigene Gemini-KI on-device flüssig zu befeuern. Dass Google diesen Rückschritt geht, ist vermutlich den global gestiegenen RAM-Preisen geschuldet, stellt jedoch die Zukunftsfähigkeit infrage. Da der neue Tensor-Chip in reinen Benchmarks ohnehin traditionell gegenüber der Konkurrenz von Apple und Qualcomm das Nachsehen hat und sich primär auf Effizienz konzentriert, wiegt die Speicherreduzierung doppelt schwer. „Die Entscheidung, den Arbeitsspeicher in der Basisversion auf 12 GB zu reduzieren, ist angesichts immer komplexerer KI-Anwendungen ein riskantes Signal. Es widerspricht Googles eigenem Narrativ der KI-Notwendigkeit und lässt befürchten, dass die Performance in zwei oder drei Jahren zum Flaschenhals wird.“ Das „versteckte“ Display: Ein Porsche im dritten Gang Das 6,8 Zoll große Super Actua LTPO-OLED-Panel ist technisch über jeden Zweifel erhaben, doch Google bevormundet den Nutzer bei der Auslieferung. Zur „Energieersparnis“ ist das Display ab Werk auf Full HD+ voreingestellt. Wer die volle Quad HD+ Schärfe erleben möchte, muss dies erst mühsam in den Einstellungen aktivieren. Es ist das Äquivalent dazu, einen Porsche im dritten Gang auszuliefern. Während die Spitzenhelligkeit von 3.600 Nits neue Maßstäbe setzt, wirken die Displayränder (Bezels) im Jahr 2026/2027 fast schon antiquiert und trüben den modernen Gesamteindruck im Vergleich zum Wettbewerb. Wichtige Display-Metriken: Größe: 6,8 Zoll (171 mm) Auflösung: 1344 × 2992 Pixel (Quad HD+, 486 ppi) Spitzenhelligkeit: Bis zu 3.600 Nits (2.400 Nits im HDR-Modus) Bildrate: Dynamisch 1–120 Hz (LTPO) Das „Highlight“-Feature: Große Idee, schwache Umsetzung Google führt mit dem Pixel 11 Pro XL einen neuen Lichtpunkt auf der Rückseite ein. Was nach einer innovativen Benachrichtigungslösung klingt, entpuppt sich in der Praxis als Enttäuschung. Im Gegensatz zum „Nothing Phone“, das komplexe und anpassbare Lichtmuster bietet, ist Googles Lösung extrem limitiert: Sie leuchtet nur bei Gemini-Aktivitäten oder Anrufen von Favoriten. Drittanbieter-Apps wie WhatsApp werden ignoriert. Zudem funktioniert das Feature systembedingt nur, wenn das Smartphone auf dem Display liegt. Das ist die ironische Spitze der Hardware-Entwicklung: Google verbaut das extrem robuste Gorilla Glass Victus 2, nur damit der Nutzer gezwungen ist, sein teures Flaggschiff ständig auf das Display zu legen, um eine rudimentäre Benachrichtigungs-LED zu nutzen. Pixelsnap und Qi2: Das Beste aus der Apple-Welt für Android Ein echter Gewinn für den Alltag ist die Einführung von „Pixelsnap“. Durch den Qi2-Standard mit integrierten Magneten öffnet sich Google endlich dem riesigen MagSafe-Zubehör-Ökosystem. Magnetische Ladegeräte und Accessoires richten sich nun perfekt aus. Auch haptisch hat Google nachgebessert: Die Kameraleiste auf der Rückseite ist schmaler geworden. Das sorgt dafür, dass das Gerät nun plan auf dem Tisch liegt – das lästige „Wabbeln“ beim Tippen auf flachen […]

Google Pixel 11 Pro XL: Flaggschiff zwischen Innovation und Rückschritt


Das Samsung Galaxy S25 FE wurde auf der IFA 2025 in Berlin vorgestellt, und meine Eindrücke der Vorstellung und  nach über einer Woche Testen präsentiere ich euch jetzt. Klar ist: Es ist ein grundsolides Gerät, das im Vergleich zum Vorgänger ordentlich aufgeholt hat. Aber Vorsicht – Samsung platziert hier im eigenen Haus einen harten Konkurrenten, der die Kaufentscheidung schwer macht. Design & Haptik: Ein Plus an Eleganz   Fangen wir erst mal mit dem Design an, hier hat Samsung einen guten Schritt nach vorne gemacht, was das Handling angeht. Das Gehäuse ist minimal kompakter, 0,6 mm dünner und 23 g leichter als der Vorgänger. Das macht sich in der Hand und in der Hosentasche positiv bemerkbar. Der Rahmen besteht aus mattem Aluminium, und die Rückseite ist nun endlich auch aus mattem Glas. Diese Materialwahl verleiht dem FE eine sehr edle und elegante Haptik. Die größte optische Verbesserung sind aber die deutlich dünneren Displayränder. Die sind wesentlich schmaler geworden, was ich richtig, richtig schön finde. Was mich leider stört, sind die eingeprägten Symbole (wie die Mülltonne) auf der Rückseite. Das ist nicht die schönste Lösung; andere Hersteller verstecken diese im seitlichen Rahmen. Ansonsten gibt es beim Design, außer vielleicht, dass es schon nichts Besonderes mehr ist und die Optik seit Langem gleich ist, nichts zu bemängeln.   Display: Hell und schnell, aber nicht maximal effizient Das Display liefert eine sehr gute Performance. Es ist ein 6,7-Zoll AMOLED Display mit Full HD Plus Auflösung und der gewohnt flüssigen Bildwiederholrate von 120 Hz. Auch die Helligkeit ist richtig gut und erreicht in der Spitze bis zu 1900 Nits. DAS ist schon nett. Der erste große Unterschied zur Premium-Variante zeigt sich aber hier: Leider ist das Display kein LTPO-Display. Das Fehlen dieser Technik führt dazu, dass die Energieeffizienz nicht so schön ist wie bei einem S25 Plus, das hier ein deutlich besseres Display mit WQHD+ und LTPO bietet. Schade das Samsung sich hier gegen die LTPO- Technik entschieden hat.   Leistung, Akku und Software-Garantie Als Prozessor kommt der Exynos 2400 zum Einsatz. Das Gerät startet mit 8 GB RAM und 128 GB internem Speicher, wobei es auch größere Konfigurationen gibt. Man muss wissen: Der Speicher ist nicht erweiterbar. Die Akkukapazität beträgt solide 4900 mAh. Geladen wird mit 45 Watt Fast Charging sowie Wireless Charging (Qi-Standard). Ein großes Lob geht an die Software- und Update-Philosophie: Das Smartphone ist IP68 zertifiziert und wird mit Android 16 und der neuen One UI 8 ausgeliefert. Samsung garantiert sieben Jahre lang Updates und alle Galaxy AI-Funktionen (Magischer Radierer, Übersetzung etc.) sind an Bord. Das ist top!   Kameras: Ein leichter Rückschritt Hier gibt es leider den größten Rückschritt, wenn man den Preis des Geräts betrachtet. Bei der Frontkamera gab es zwar ein kleines Upgrade auf 12 Megapixel, was nett ist, aber der Blick auf die Rückseite wird kritisch. Das Triple-Kamera-Setup ist unverändert zum Vorgänger (50 MP Hauptkamera, 12 MP Weitwinkel, 8 MP dreifacher Tele-Zoom). Das eigentliche Problem: Teile dieser Technik sind bis zu fünf Jahre alt! Im Jahr 2025 ist das einfach nicht mehr Stand der Technik. Das führt dazu, dass das S25 FE bei der Bildqualität der Konkurrenz und vor allem dem verbesserten Setup im S25 Plus (das neuere, hochwertigere Sensoren nutzt) deutlich hinterherhinkt. Hier hätte ich mir für 749 € eine zeitgemäßere Ausstattung gewünscht.   Der größte Kritikpunkt: Die Konkurrenz im eigenen Haus   Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) liegt bei 749 €. Genau hier liegt mein größter Kritikpunkt, denn das Samsung Galaxy S25 Plus ist quasi die Konkurrenz im eigenen Haus. Da das S25 Plus aktuell auf das Niveau der FE gefallen ist (Marktpreis ebenfalls ca. 749 […]

Samsung Galaxy S25 FE – Samsung’s neues Mittelklasse-Flaggschiff