Nothing Headphone (1): Hype oder echte Innovation für deine Ohren?


Nothing Headphone (1) – mein ehrlicher Langzeiteindruck

Ich habe mir die Nothing Headphone (1) ausführlich genutzt im echten Alltag. Kein Sponsoring, kein Marketing-Gerede, sondern meine persönliche Einschätzung nach vielen Stunden Musik, Calls und Unterwegssein.
Kurz gesagt: Diese Kopfhörer sind meine Nummer 1 geworden, trotz kleiner Schwächen, aber seht selbst. Los gehst.

Design – typisch Nothing, und genau das mag ich

Fangen wir mit dem nicht unwichtigen punkt an, dem Design! Klar ist das ohne Frage Geschmackssache – aber genau hier hebt sich Nothing von der Masse ab und das liebe ich.
Die transparenten Elemente, die klaren Linien und die industrielle Anmutung wirken frisch und eigenständig. Kein anonymer „Plastikbomber“, sondern ein Kopfhörer mit Charakter.

Die Verarbeitung fühlt sich hochwertig an, nichts knarzt oder wirkt billig. Mit rund 329 Gramm sind sie nicht ultraleicht, sitzen dafür aber stabil und sicher auf dem Kopf. Für mich ein guter Kompromiss, gerade bei längeren Sessions.

Nicht klappbar – das ist ein Nachteil, den man erwähnen muss. Für Rucksäcke oder kleine Taschen sind sie nicht ideal, aber für meinen Alltag war das aber kein Dealbreaker. Die Kopfhörer finden schnell und einfach Platz in der schlanken, aber eben nicht kleinen Tasche.

Bedienung – endlich wieder echte Tasten

Einer der größten Pluspunkte der Kopfhörer für mich: die physische Bedienung.
Nothing setzt nicht ausschließlich auf Touch, sondern auf echte Bedienelemente wie:

  • Volume-Roller
  • Paddle-Button
  • dedizierte Tasten für ANC-Modi

Nothing Headphone haben einer der einfachsten Bedienung über echte Testen

Das funktioniert zuverlässig, intuitiv und ohne Fehlbedienungen. Die Lautstärkerolle gibt durch ihre Rasterung ein klares haptisches Feedback. Zusätzlich ist im Kopfhörer ein leises Klicken zu hören, das jede Lautstärkeänderung akustisch bestätigt. Die Reaktion erfolgt nahezu verzögerungsfrei – fast so, als würde man früher an einem Lautstärkeregler eines Verstärkers oder Kofferradios drehen. I love it.

Gerade unterwegs oder beim Sport ist das, wie ich finde, ein echter Vorteil.

Dazu kommt die automatische Trageerkennung, die die Wiedergabe pausiert, sobald man die Kopfhörer absetzt – simpel, aber gut umgesetzt.

Die Nothing X App ergänzt das Ganze sinnvoll: Klangprofile, Spatial Audio und ANC-Stufen sind übersichtlich aufgebaut, nichts wirkt überladen. Zusätzlich lassen sich über die App die Tasten individuell anpassen, sodass man die meistgenutzten Funktionen auf die persönliche Wunschtaste legen kann.

Ebenfalls angenehm: Die Kopfhörer werden nicht ständig „zutex­tet“. Viele Modelle neigen dazu, einen beim Einschalten mit Ansagen zu überhäufen – Akkustatus, Verbindung mit Gerät A und so weiter.

Bei den Nothing Headphone (1) ist das anders: Ein kurzes Klicken signalisiert nach dem Einschalten, dass die Verbindung steht und es losgehen kann. Mehr nicht – und genau das gefällt mir. Manchmal ist weniger einfach mehr! 

Klang – der Grund, warum sie meine Nummer 1 sind

Der Klang ist für mich der wichtigste Punkt – und hier liefern die Nothing Headphone (1) richtig ab.

Die 40-mm-Treiber, abgestimmt mit KEF, sorgen für einen sehr ausgewogenen Sound:

  • kräftiger, sauberer Bass ohne zu wummern
  • klare Mitten (Stimmen klingen natürlich)
  • angenehme Höhen ohne Schärfe

Besonders positiv: Der Klang wirkt nicht künstlich aufgeblasen, sondern ehrlich und kontrolliert.
Mit LDAC wird das Gesamtbild noch einmal hörbar besser – vor allem bei hochauflösender Musik kommen Details klarer zur Geltung.

Eines sind die Nothing Headphones allerdings nicht: Bassmonster.

Wer auf extrem dominante Bässe steht, die alles andere akustisch überlagern, wird hier nicht glücklich. Nothing setzt hörbar auf einen ausgewogenen Klang, bei dem die Bässe bewusst nicht zu viel Raum einnehmen.

Ich mag kräftige Bässe, finde den Sound der Nothing Headphones aber dennoch sehr stimmig und angenehm abgestimmt. Für mich wirkt der Klang ausgewogen und sauber – auch wenn es sich klar nicht um typische Bass-Junkie-Kopfhörer handelt.

Klare Designsprache von Nothing- auch bei den Nothing Headphones

Vorab ein wichtiger Hinweis: Nehmt euch unbedingt die Zeit, den Equalizer zu testen, denn erst damit entfalten die Kopfhörer ihr volles Potenzial. Keine Sorge – über schnell heruntergeladene EQ-Templates findet man zügig eine passende Einstellung für den eigenen Hörgeschmack, ohne sich lange mit den teils komplexen Optionen beschäftigen zu müssen.

Spatial Audio ist ein nettes Extra. Kein Gamechanger, aber gut umgesetzt, wenn man es mag.

Unterm Strich: Der Klang ist der Hauptgrund, warum ich immer wieder zu diesen Kopfhörern greife.

ANC & Transparenz – solide, aber nicht Spitzenklasse

Das Active Noise Cancelling ist gut, aber leider echt nicht überragend.
Monotone Geräusche wie Motoren, Lüfter oder Straßenlärm werden zuverlässig reduziert. Stimmen hingegen dringen für mich noch relativ deutlich durch – hier hatte ich ehrlich gesagt etwas mehr erwartet.

Im direkten Vergleich spielen Sony oder Bose in einer höheren Liga.

Der Transparenzmodus funktioniert sauber und natürlich – Gespräche sind problemlos möglich, ohne die Kopfhörer abzunehmen. Top.

Für den Alltag reicht das ANC völlig aus, ein echtes Premium-Referenzniveau erreicht es jedoch nicht. Wer hier besonders hohe Ansprüche hat, für den sind die Nothing Kopfhörer vermutlich nicht die beste Wahl.

Aber irgendwas ist ja immer. 

Akku – einfach stark

Hier gibt es wenig zu meckern:

  • ca. 30-35 Stunden mit ANC usw. (realistischer Wert im Alltag)
  • bis zu 80 Stunden ohne ANC gibt der Hersteller an – halte ich so für nicht realistisch
  • Schnellladen: wenige Minuten Ladezeit liefert z.B. nach 5 Min fast 5 Stunden Power für die Nutzung. 

Im Alltag bedeutet das: Ich denke kaum noch über Laden nach. USB-C, LED-Akkustandsanzeige – pragmatisch und zuverlässig. 

Konnektivität & Alltag

Klar: kabellos per Bluetooth 5.3 inklusive wichtiger Multipoint-Verbindung, dazu Google Fast Pair und Swift Pair – alles läuft stabil und macht richtig Spaß, die Kopfhörer gleichzeitig an zwei unterschiedlichen Geräten zu nutzen, ganz egal welche.

Ein kleiner Seitenblick in Richtung Samsung, wo Mehrfachverbindungen nur innerhalb des eigenen Ökosystems funktionieren. Den Nothing Kopfhörern ist es egal, welches Smartphone, Tablet oder welcher Rechner genutzt wird – es funktioniert einfach. So soll es sein.

Dank des aktuellen Bluetooth-5.3-Standards zudem ohne spürbare Latenz oder Verzögerung.

Dazu kommen neben Bluetooth folgende Verbindungsmöglichkeiten über Kabel:

  • 3,5-mm-Klinke
  • USB-C-Audio (digital)

Das macht die Kopfhörer extrem flexibel, egal ob Smartphone, Laptop oder Plattenspieler über Kabelbetrieb.

Telefonate – okay, aber kein Highlight

Telefonate sind insgesamt durchschnittlich gut.

Die Mikrofone liefern verständliche Stimmen, auch dank ENC, stechen jedoch nicht positiv hervor. Selbst bei sehr geringen Umgebungsgeräuschen hätte ich mir – oder besser gesagt mein Gesprächspartner – etwas mehr Klarheit gewünscht. 

Für gelegentliche Calls völlig in Ordnung – für Vieltelefonierer gibt es klar Besseres.

Preis-Leistung – heute der entscheidende Punkt

Zum Start mit rund 299 € waren die Nothing Headphone (1) schwer zu rechtfertigen.
Heute, einige Monate nach dem erscheinen für unter 190 €, sieht die Sache komplett anders aus für mich und war auch der Grund wieso ich sie mir jetzt erst gekauft habe.

Für diesen Preis bekommt man:

  • starkes Design
  • sehr guten Klang
  • hervorragende Bedienung
  • lange Akkulaufzeit

Kleine Schwächen werden dadurch deutlich leichter verziehen.

Auch nach vielen Stunden angenehmer Tragekomfort – Die Nothing Headphones

Feature Bewertung

Klang ⭐⭐⭐⭐☆ Dank 40mm Driver & KEF-Abstimmung sowie LDAC extrem sauber.
ANC ⭐⭐⭐☆☆ (Solide, aber keine Bose/Sony-Killer)
Bedienung ⭐⭐⭐⭐⭐ Echte Tasten & Volume-Roller – ein Traum!
Akku ⭐⭐⭐⭐⭐ ca. 35 bei guter Nutzung sind eine Ansage.
Design ⭐⭐⭐⭐☆ Einzigartig transparent, aber leider nicht klappbar.
Preis/Leistung ⭐⭐⭐⭐☆ Bei unter 190 € aktuell ein guter Preis.

Fazit – würde ich sie wieder kaufen?

Ja. Ohne Zögern.

Die Nothing Headphone (1) sind nicht perfekt, aber sie treffen meine Prioritäten:

  • Design mit Wiedererkennungswert
  • ehrlicher, ausgewogener Klang
  • einfache, zuverlässige Bedienung

Das ANC ist gut, aber nicht überragend. Telefonate sind Mittelmaß aber für mich nicht so gewichtig wie das schlanke, geniale Design und der solide Klang.
Für den aktuellen Preis-Leistungs-Faktor (unter 190€) sind sie meine Wahl – für meine Ohren, meinen Alltag und meinen Geschmack.

Und genau deshalb sind sie für mich aktuell meine Nummer 1.

Was ich mir bei den Nothing Headphone (1) noch gewünscht hätte?

Sie sehen extrem futuristisch aus, sind transparent, und Nothing zeigte bei ihren Smartphones, wie gekonnt sie mit Licht-Glyphen umgehen. Warum also zur Hölle haben die Nothing Headphones kein Licht, keine Glyphen?

Ich persönlich hätte das ziemlich genial gefunden. Klar, ich bin damit kein Maßstab. 😉

Wie siehst du das? Holt dich das Design der Nothing Headphone (1) ab – oder schreckt es dich eher ab?

Nothing Headphone (1)

9.6

Design

9.5/10

Klang

9.6/10

Bedienung

9.9/10

Verarbeitung

9.7/10

Preis/Leistung

9.2/10

Pro

  • hervorragende Bedienung über echte Testen
  • geniales Design - Kein anonymer Plastikbomber
  • solider Klang/Sound
  • lange Akkulaufzeit
  • Multipoint Verbindung

Contra

  • ANC nur Mittelmäßig gut
  • nicht faltbar
  • nicht leicht

Über FunThomas

Hallo, ich bin Simon Thomas, aber online kennt man mich als FunThomas. Der Name ist eine spielerische Anspielung auf den 70er-Jahre-Bösewicht Fantomas, doch das „Fun“ am Anfang zeigt, dass bei mir der Spaß im Vordergrund steht. Mit großer Leidenschaft für Technik mache ich ehrliche und authentische Reviews. Ich lebe Technik und erstelle Bewertungen mit dem Ziel, dir einen echten Mehrwert zu bieten. Meine Mission ist es, Gadgets aus der Perspektive eines Nutzers für andere Nutzer zu bewerten – mit allen Ecken und Kanten, ohne Hype-Geschwafel oder rosarote Brille. Ich stelle auch gerne Nischenprodukte vor, die es verdient haben, entdeckt zu werden.